16. März 2012

Braunschweig sinnt auf Revanche für 2011

Nächstes Wochenende geht es los! Das Beko BBL Top Four Turnier 2012 steht an. Vom 24. bis 25. März kämpfen vier Teams um den Pokal und die erste große Entscheidung in der diesjährigen Basketball-Saison.

 
Neuer Modus bringt Entschlakung
Anders als im Fußball treffen seit der Saison 2009/2010 nicht mehr Amateure auf die Profiteams. Der Basketball Pokal wurde in zwei Wettbewerbe aufgeteilt. Die unterklassigen Mannschaften treten im DBB-Pokal, für die Profiteams steht nun das Beko BBL Top Four an. Dort entscheidet die Liga-Leistung in der Vorrunde über Teilnahme oder zuschauen am TV. Die besten sechs Mannschaften der Vorrunde steigen in den Pokal ein und spielen in einer Ko-Phase drei Teilnehmer für die Halbfinals aus. Dort steigt zusätzlich der Gastgeber des Halbfinal-Wochenendes ein und komplettiert das Quartet. Mit wenigen Siegen ist die Chance auf einen schnellen Titel auch für die Aussenseiter hoch.

Aus drei macht vier
Dieses Jahr haben sich in der Vorrunde die Brose Baskets Bamberg (79:65 gegen die Artland Dragons), die New Yorker Phantoms Braunschweig (95:89 gegen ALBA Belin) und ratiopharm Ulm (86:66 gegen die EWE Baskets Oldenburg) in ihren Partien durchgesetzt. Austragungsort des Finalturniers ist in diesem Jahr Bonn, also stehen zusätzlich die Telekom Baskets Bonn unter den letzten Vier.
In der nächsten Runde treffen nun die Baskets Bonn und die Phantoms Braunschweig, sowie Titelverteidiger Bamberg gegen das Überraschungsteam der Saison, Ulm, aufeinander.
Eindeutiger Favorit ist dabei natürlich Klassenprimus Bamberg.


Klarer Titelfavorit
Und das zurecht. Bamberg stellt in der Breite einfach den besten Kader in der BBL auf die Beine. Zwar muss sich die Starting Five aus "Freak City" zum Beispiel den ersten fünf Oldenburgern unterordnen, doch die Stärke des Tabellenführers kommt von der Bank. Bei den meisten anderen Teams in der Liga führt ein Wechsel zu einem Leistungsabfall in der Mannschaft. Ganz anders bei den Brose Baskets. Mit den Verplfichtungen von Julius Jenkins, Marcus Slaugther und Anthony Leon Tucker bleibt das Leistungsgefüge auf dem Parkett konstant. So gesehen bei deim 89:96-Erfolg in Oldenburg. Die Donnervögel zeigten mit der Starting Five ihre Klasse, aber bei einzelnen Wechsel konnte die hohe Klasse nicht gehalten werden. Bamberg-Trainer Chris Fleming konnte jeden Spieler jederzeit aufs Parkett schicken, fünf seiner Schützlinge punkteten zweistellig, der Rest half der Mannschaft die Führung souverän nach Hause zu bringen. Sollte innerhalb der nächsten Partie nicht der ganz große Bruch in der Mannschaft passieren, ist der Titelverteidiger klarer Favorit.

Positive Überraschung
Das Überraschungsteam der Saison ist ratiopharm Ulm.Nach zwei schwachen Jahren auf den Rängen 13 und 14 stehen die Ulmer nach 27 Spielen auf dem zweiten Rang. Auch hier stehen die Neuzugänge im Mittelpunkt. Isaiah Swann gestaltet Ulmer Angriff unberrechnbarer , unter dem Korb weiß Dane Watts regelmäßig zu gefallen. Auch Top-Scorer John Bryant ist eine dauerhafte Gefahr. In der Organisation des Spiels hat der deutsch Per Günther deutlich zugelegt. Der Umbruch bei den Ulmern hat funktioniert, nun ist der momentane Tabellenzweite der größte Jäger der Bamberger.
Rache fürs verlorene Finale
Die Phantoms Braunschweig hat in der Vorrunde mit einem Sieg gegen ALBA Berlin auf sich aufmerksam gemacht und haben zudem gute Pokalerfahrungen gesammelt. Im Finale vergangenen Jahres scheiterten die Braunschweiger um Coach Stöpke nur knapp an Bamberg (69:66). Im Mittelpunkt des Braunschweiger Teams steht Immanuel McElroy. "I-Mac" ist das Herz und die Seele des Spiels. Ein starker Rich Melzer könnte nach seinem Fingerbruch wieder den Ausschlag geben.Im Rennen um die Playoffs liegen die Phantoms mit Rang sieben nun im Soll, das große Ziel - Revanche für die Finalniederlage gegen Bamberg - sollte die Spieler für die Endrunde zusätzlich motivieren.

Geringe Aussenseiterchancen
Und dann bleiben noch die Gastgeber. Mit Tabellenrang acht stehen die Bonner in der Liga im Soll. Das Team um Talor Battle, Jared Jordan und Benas Veikalas lebt von starken Mannschaftsleistungen. Zwar ist Jordan einer der besten Playmaker der Liga, aber der größte Rückhalt für das Team dürften die eigenen Fans in der heimischen Halle sein. Das Team von Trainer Michael Koch hat die fünf der letzten sechs Partien gewonnen, aber geht dennoch als deutlicher Aussenseiter in das Turnier.

Fazit:
Alles andere als eine Bamberger Titelverteidigung wäre eine Überraschung. Nur drei Niederlage in der laufenden Saison haben bewiesen, wie schwer "Freak City" zu erobern ist. Am ehesten ist dieses Kunststück noch Ulm zuzutrauen. Im ersten Halbfinale gehen die Phantoms Braunschweig als Favoriten in die Partie. Fraglich ist, wie stark der Heimvorteil die Baskets Bonn beeinflusst.

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