“FAK! FAK! FAK!“, tönten die wenigen Slowenischen Biathlonfans bei der Weltmeisterschat im Ruhpolding. Doch statt einer Beleidigung gelten die Rufe dem neuen Weltmeister im Einzelrennen über die 20 Kilometer. Jakov Fak ist bisher die Überraschung des Turniers in oberbayrischen Gemeinde.
Überraschungssieger im Mix
Schon am ersten Wettkampftag hieß die Überraschungsmannschaft bei der Mixed-Staffel Slowenien. Während die eigentlichen Favoriten, Deutschland und Frankreich, ihre gute Ausgangssituation am Schiessstand herschenkten, schlich sich der Aussenseiter mit leisen Schritten vorbei. Schlussläufer war Jakov Fak, der die Ziellinie sogar als Erster überschritt, aber am Ende die Goldmedaille an die Norweger weiterreichen musste – ein Schuss von Ole Einar Björndalen war fälschlicherweise als Fehler gewertet worden. Mit dieser Zeitgutschrift schoben sich die Norweger noch an den kleinen Slowenen vorbei.
Geglückter Zieleinlauf
Am Dienstag hat es für den Slowenen Fak doch noch gereicht die Ziellinie als Erster zu überschreiten. Während der Franzose Simon Fourcade lange Zeit in der Siegerbox wartete, leistete sich Fak einen Schiessfehler im letzten stehenden Anschlag. Dennoch reichte es mit 46:27,2 Minuten für den 24-Jährigen zum WM-Gold. Mit einer Gold- und einer Silbermedaille ist Jakov Fak plötzlich der erfolgreichste Athlet bei dieser Weltmeisterschaft. Fak grinste nach dem Rennen: „„Ich habe gezeigt, dass ich vielleicht ein bisschen Talent für Biathlon habe.“
Überraschungssieger im Mix
Schon am ersten Wettkampftag hieß die Überraschungsmannschaft bei der Mixed-Staffel Slowenien. Während die eigentlichen Favoriten, Deutschland und Frankreich, ihre gute Ausgangssituation am Schiessstand herschenkten, schlich sich der Aussenseiter mit leisen Schritten vorbei. Schlussläufer war Jakov Fak, der die Ziellinie sogar als Erster überschritt, aber am Ende die Goldmedaille an die Norweger weiterreichen musste – ein Schuss von Ole Einar Björndalen war fälschlicherweise als Fehler gewertet worden. Mit dieser Zeitgutschrift schoben sich die Norweger noch an den kleinen Slowenen vorbei.
Geglückter Zieleinlauf
Am Dienstag hat es für den Slowenen Fak doch noch gereicht die Ziellinie als Erster zu überschreiten. Während der Franzose Simon Fourcade lange Zeit in der Siegerbox wartete, leistete sich Fak einen Schiessfehler im letzten stehenden Anschlag. Dennoch reichte es mit 46:27,2 Minuten für den 24-Jährigen zum WM-Gold. Mit einer Gold- und einer Silbermedaille ist Jakov Fak plötzlich der erfolgreichste Athlet bei dieser Weltmeisterschaft. Fak grinste nach dem Rennen: „„Ich habe gezeigt, dass ich vielleicht ein bisschen Talent für Biathlon habe.“
100.000 Euro Ablöse
Vor den Wettkämpfen galt Fak höchstens als Aussenseiter auf die Edelmetalle. Im Herbst 2010 nahm der gebürtige Kroate die slowenische Staatsbürgerschaft an, um bei einem größeren Team trainieren zu können. Der kroatische Verband forderte 100.000 Euro Ablöse und lange Zeit war die sportliche Zukunft von Fak ungewiss. Man fand eine Einigung und Sloweniens Nationaltrainer Uros Velepec freut sich über den ehemaligen Langläufer in seinem Team: „ So einen Athleten kann man sich nur in seinem Team wünschen.“
Seuchenjahr 2011
Dabei blickt der Slowene auf ein weniger erfolgreiches Biathlon-Jahr zurück. Nicht gerne denkt der 24-Jährige an das Massenstart-Rennen im amerikanischen Fort Kent am 13. Februar zurück. Fak belegte einen ordentlichen 16. Rang, schoss viermal fehlerfrei und kam nach 41:01,8 Minuten im Ziel an. Nach dem Rennen der Schock: Erfrierungen dritten Grades am Zeigefinger. An dem Finger, mit dem die Biathleten an ihren Gewehren den Abzug bedienen. „Nach dem Rennen ist der Finger nicht mehr warm geworden“, so Fak. Man hat über eine Amputation nachgedacht, ein Karriereende des Slowenen stand im Raum.
Keine Zielübungen mit dem Mittelfinger
Doch Fak gab nicht auf. In einer speziellen Druckkammer in Ljubljana wurde der gefrorene Finger Stück für Stück wieder aufgetaut, langsam kam das Gefühl zurück. Wäre eine Amputation unumgänglich geworden, hätte Fak auch eine Lösung gefunden: „ Dann hätte ich gelernt, mit dem Mittelfinger zu schiessen.“ Die Weltmeisterschaft in Sibirien war für ihn dennoch gelaufen. Auch das Weltcup-Rennen in Kontiolathi ließ der Slowene wegen der starken Kälte in Rücksichtnahme auf seinen Finger aus: „Das Risiko ist mir dann zu groß.“
Wie geplant verlief auch die Vorbereitung für die Saison 2011/2012 nicht. Knapp einen Monat vor dem Saisonbeginn stürzte Fak mehrfach und kugelte sich die Schulter aus. Nur langsam kam der Olympia-Dritte von 2010 wieder in Tritt. Neunmal lief er in dieser Saison in die Top Ten, ein Podestplatz war ihm jedoch nicht vergönnt. Scheinbar ist Fak pünktlich zum Saisonhighlight in Ruhpolding fit geworden. Zweimal hat der Slowene nun noch die Chance seiner Trophäensammlung weitere Stücke hinzuzufügen. Am Freitag mit der Männerstaffel und am abschließenden Sonntag beim Massenstart wird Fak noch einmal alles geben – Schiesseinlagen mit dem Zeigefinger inklusive.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen