Für den BV Cloppenburg könnte es so schön sein. Das Herrenteam steht in der Oberliga punktgleich mit Tabellenführer Goslar auf dem zweiten Rang, für die Damen ist der Aufstieg in die Bundesliga mit dem momentanen dritten Platz noch in greifbarer Nähe. Die Junioren kicken in der Landes – und Bezirksliga. Sportlich ist soweit alles auf dem richtigen Weg. Doch in der letzten Woche hat ein Beschluss des Stadtrats für einen Aufschrei der Empörung in der Kreisstadt gesorgt.
“Schlechtestes Stadion in Norddeutschland“
Der Stadtrat hat auf einen Antrag von SPD, UWG und den Grünen einem Umbau des Stadions an der Friesoyther Straße zugestimmt. Der BVC hat aus „dem schlechtesten Stadion in Norddeutschland eine richtig schöne Anlage“ gemacht. Mehr als zwei Millionen Euro sind rund um das Stadion investiert worden, den Löwenanteil dabei hat die Cloppenburger Wirtschaft getragen. Nun soll der TV Cloppenburg eine geschlossene Leichtathletik-Anlage im Stadion erhalten. Und die Fußballer gucken in die Röhre.
“Schlechtestes Stadion in Norddeutschland“
Der Stadtrat hat auf einen Antrag von SPD, UWG und den Grünen einem Umbau des Stadions an der Friesoyther Straße zugestimmt. Der BVC hat aus „dem schlechtesten Stadion in Norddeutschland eine richtig schöne Anlage“ gemacht. Mehr als zwei Millionen Euro sind rund um das Stadion investiert worden, den Löwenanteil dabei hat die Cloppenburger Wirtschaft getragen. Nun soll der TV Cloppenburg eine geschlossene Leichtathletik-Anlage im Stadion erhalten. Und die Fußballer gucken in die Röhre.
Leichtathletik statt Fußball
Das Stadion ist Eigentum der Stadt Cloppenburg und wurde zuletzt im Sommer 2006 umgebaut. Bisher hat fast ausschliesslich der BV das Stadiongelände genutzt. Damit soll nun Schluss sein. Der Antrag von SPD, UWG und Grünen wurde mit 18 zu 14 Stimmen (3 Enthaltungen) durchgewunken. Nun soll eine geschlossene Anlage mit einer zusammenhängenden Lauf-, Wurf- und Sprunganlage entstehen. Für die Fußballer bedeutet das: Zwei von drei Fußballfelder werden am Stadion wegfallen, es bleiben der Hauptplatz im Stadion, sowie zwei kleinere Trainingsflächen. Klubchef Prof. Dr. Joachim Schrader wirkt in der neuen Situation schon fast ein wenig ratlos: „ So wie es aussieht, stehen uns künftig noch zwei Trainingsplätze für 28 Mannschaften zur Verfügung. Können sie mir sagen, wie das gehen soll?“
Alles könnte so einfach sein
Die CDU hatte dabei eine andere Idee und stellt sich auf die Seite der Fußballer. Statt einer geschlossenen Leichtathletikanlage des Typs B mit sechs Bahnen á 100 Metern, sechs Bahnen á 400 Metern und einer Wurf- und Sprunganlage direkt am Stadion, sollten seperate Anlagen entstehen. Am Stadion an der Friesoyther Straße würden jeweils vier Laufbahnen für die 100 und 400 Meter vor der Haupttribüne bereit gestellt werden. Die Wurf- und Sprunganlage könnte in das ehemalige Fahrerlager des MSC Cloppenburg verlegt werden. Wäre der Turnverein damit nicht einverstanden, könnte eine Typ B-Anlage an den Cappelner Damm ausgelagert werden. Doch dieser Vorschlag wurde in der Sitzung des Stadtrats nicht einmal angehört. Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese von der CDU warnt vor einer Anlage des Typ B im Stadion. Kinder und Jugendliche des BVC müssten dann „nach Hause geschickt werden.“
Das Stadion ist Eigentum der Stadt Cloppenburg und wurde zuletzt im Sommer 2006 umgebaut. Bisher hat fast ausschliesslich der BV das Stadiongelände genutzt. Damit soll nun Schluss sein. Der Antrag von SPD, UWG und Grünen wurde mit 18 zu 14 Stimmen (3 Enthaltungen) durchgewunken. Nun soll eine geschlossene Anlage mit einer zusammenhängenden Lauf-, Wurf- und Sprunganlage entstehen. Für die Fußballer bedeutet das: Zwei von drei Fußballfelder werden am Stadion wegfallen, es bleiben der Hauptplatz im Stadion, sowie zwei kleinere Trainingsflächen. Klubchef Prof. Dr. Joachim Schrader wirkt in der neuen Situation schon fast ein wenig ratlos: „ So wie es aussieht, stehen uns künftig noch zwei Trainingsplätze für 28 Mannschaften zur Verfügung. Können sie mir sagen, wie das gehen soll?“
Alles könnte so einfach sein
Die CDU hatte dabei eine andere Idee und stellt sich auf die Seite der Fußballer. Statt einer geschlossenen Leichtathletikanlage des Typs B mit sechs Bahnen á 100 Metern, sechs Bahnen á 400 Metern und einer Wurf- und Sprunganlage direkt am Stadion, sollten seperate Anlagen entstehen. Am Stadion an der Friesoyther Straße würden jeweils vier Laufbahnen für die 100 und 400 Meter vor der Haupttribüne bereit gestellt werden. Die Wurf- und Sprunganlage könnte in das ehemalige Fahrerlager des MSC Cloppenburg verlegt werden. Wäre der Turnverein damit nicht einverstanden, könnte eine Typ B-Anlage an den Cappelner Damm ausgelagert werden. Doch dieser Vorschlag wurde in der Sitzung des Stadtrats nicht einmal angehört. Cloppenburgs Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese von der CDU warnt vor einer Anlage des Typ B im Stadion. Kinder und Jugendliche des BVC müssten dann „nach Hause geschickt werden.“
Sparte vor dem Aus
Nun steht die Fußballsparte der Cloppenburger vor dem Aus. Herbert Schröder, Geschäftsführer des BVC sieht sich zu einem radikalen Schritt berufen: „Wenn alles so bleibt, wie es jetzt beschlossen wurde, dann müssten wir tatsächlich den Fußballbetrieb einstellen.“ Darunter fallen die gesamten 28 Mannschaften, von der Herrenmannschaft in der Oberliga bis hin zu den F-Junioren. „Wir wollen es nicht. Aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge wären wir dazu gezwungen.“, so Schröder. Zunächst gab es die Überlegung einige Bereiche (Herren, Damen oder Junioren) aufzugeben, aber kein Bereich sollte als Bauernopfer für die Politik gelten.
350 Kinder vereinslos
In den letzten Jahren ist der Fußballverein extrem gewachsen, wurde erst für die beste Jugendarbeit im Bereich Mädchenfußball niedersachsenweit gelobt. Plötzlich stehen knapp 350 Kinder und Jugendliche am Saisonende höchstwahrscheinlich ohne Verein da. Die neuen Feindbilder sind die Fraktionsvorsitzenden Jutta Klaus (UWG) und Heinz-Georg Berg (SPD), die den Stadioumbau auf den Weg gebracht haben. Stephan Menzel, ehrenamtlicher Jugendtrainer fühlt sich von der Politik verschaukelt. Frau Klaus schlage den ehrenamtlichen Trainern mit beiden Fäusten ins Gesicht, Mario Neumann, Co-Trainer der BVC Männer bezeichnet Berg als „Totengräber des Cloppenburger Fußballs“. Ebenfalls deutliche Worte dazu findet der Vorstand des BVC: „ Die vielen Kinder und Jugendlichen aus Cloppenburg hätten es verdient, von der Politik fairer behandelt zu werden und nicht mit der Arroganz und Polemik von Frau Klaus und Herrn Berg überschüttet zu werden, wie in der Ratssitzung geschehen.“
In den letzten Jahren ist der Fußballverein extrem gewachsen, wurde erst für die beste Jugendarbeit im Bereich Mädchenfußball niedersachsenweit gelobt. Plötzlich stehen knapp 350 Kinder und Jugendliche am Saisonende höchstwahrscheinlich ohne Verein da. Die neuen Feindbilder sind die Fraktionsvorsitzenden Jutta Klaus (UWG) und Heinz-Georg Berg (SPD), die den Stadioumbau auf den Weg gebracht haben. Stephan Menzel, ehrenamtlicher Jugendtrainer fühlt sich von der Politik verschaukelt. Frau Klaus schlage den ehrenamtlichen Trainern mit beiden Fäusten ins Gesicht, Mario Neumann, Co-Trainer der BVC Männer bezeichnet Berg als „Totengräber des Cloppenburger Fußballs“. Ebenfalls deutliche Worte dazu findet der Vorstand des BVC: „ Die vielen Kinder und Jugendlichen aus Cloppenburg hätten es verdient, von der Politik fairer behandelt zu werden und nicht mit der Arroganz und Polemik von Frau Klaus und Herrn Berg überschüttet zu werden, wie in der Ratssitzung geschehen.“
Nebeneinander möglich
Der BVC will sich nicht kampflos geschlagen geben. Am Samstag demonstrierten 30 Mitglieder, Politker der CDU und die Vorsitzenden des BVC gegen das Aus. Mit einem Spruchband „Liebe Politiker, lasst uns weiter Fußball spielen!“ trafen sich die Kicker im Stadion. Am Freitag wies Präsident Prof. Dr. Joachim Schrader das Ausscheiden aller Mannschaften nach dem Saisonende zunächst zurück. Doch ihm läuft die Zeit davon. Denn die Lizenzierungen für die nächste Saison der Damen muss für den 15. März feststehen, die Lizenzierung der Herren wird zwei Wochen später fällig. Doch die Sponsoren werden von dem Hick-Hack um das Stadion abgeschreckt: „Die wollen Klarheit, wie es weitergeht, deshalb hat von denen noch niemand unterschrieben.“ Für Schrader ist eine Einigung kein Ding der Unmöglichkeit: „Jede Sportart hat ihre Daseinsberechtigung, auch im Stadion, das muss nur organisiert werden.“
Der BVC will sich nicht kampflos geschlagen geben. Am Samstag demonstrierten 30 Mitglieder, Politker der CDU und die Vorsitzenden des BVC gegen das Aus. Mit einem Spruchband „Liebe Politiker, lasst uns weiter Fußball spielen!“ trafen sich die Kicker im Stadion. Am Freitag wies Präsident Prof. Dr. Joachim Schrader das Ausscheiden aller Mannschaften nach dem Saisonende zunächst zurück. Doch ihm läuft die Zeit davon. Denn die Lizenzierungen für die nächste Saison der Damen muss für den 15. März feststehen, die Lizenzierung der Herren wird zwei Wochen später fällig. Doch die Sponsoren werden von dem Hick-Hack um das Stadion abgeschreckt: „Die wollen Klarheit, wie es weitergeht, deshalb hat von denen noch niemand unterschrieben.“ Für Schrader ist eine Einigung kein Ding der Unmöglichkeit: „Jede Sportart hat ihre Daseinsberechtigung, auch im Stadion, das muss nur organisiert werden.“
Hoffnung stirbt zuletzt
Am 9. Mai gibt es eine Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Markt. Dort wird geprüft, ob die vorhandenen Laufbahnen am Hauptfeld des Stadions an der Friesoyther Straße ausbaufähig sind. Dann müssen sich der BVC, der TVC, der NFV, der NLV und unabhängige Fachplaner zusammensetzen und ein Konzept entwickeln. Erst dann gibt es wirkliche Klarheit, wie die beiden Vereine nebeneinander oder miteinander existieren können.
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